Was ist ein Hautkrebsscreening?
Das Hautkrebsscreening, auch Hautkrebsvorsorge oder Hautkrebs-Früherkennung genannt, ist eine systematische Untersuchung der Haut am ganzen Körper, einschließlich Kopfhaut, Händen und Füßen. Der Intimbereich wird in unserer Praxis dabei nicht untersucht. Ziel ist es, bösartige Hautveränderungen und ihre Vorstufen in einem frühen Stadium zu erkennen. Früh erkannt, lassen sich viele Formen von Hautkrebs in der Regel gut behandeln, häufig mit einem vergleichsweise kleinen Eingriff. Die Untersuchung selbst ist nicht invasiv: Solange kein auffälliger Befund vorliegt, wird weder gespritzt noch Gewebe entnommen.
Unter dem Begriff Hautkrebs werden mehrere Erkrankungen zusammengefasst, die sich in Herkunft, Wachstum und Verlauf deutlich unterscheiden. Ein gründliches Hautkrebsscreening achtet deshalb nicht nur auf Muttermale, sondern auf alle Veränderungen, die abklärungsbedürftig sein können.
Wonach beim Hautkrebsscreening gesucht wird: die wichtigsten Formen von Hautkrebs
- Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs): Es geht von den pigmentbildenden Zellen der Haut aus und kann aus einem bestehenden Muttermal oder auf zuvor unauffälliger Haut entstehen. Da das Melanom vergleichsweise früh Tochtergeschwülste bilden kann, ist seine frühe Erkennung besonders bedeutsam.
- Basalzellkarzinom (Basaliom): Die häufigste Form des hellen Hautkrebses. Es wächst meist langsam, bevorzugt an lichtexponierten Stellen wie Gesicht, Ohren und Kopfhaut, und bildet nur sehr selten Metastasen. Unbehandelt kann es jedoch in die Tiefe wachsen und umliegendes Gewebe schädigen.
- Plattenepithelkarzinom (spinozelluläres Karzinom): Eine weitere Form des hellen Hautkrebses, die häufig auf chronisch sonnengeschädigter Haut entsteht, etwa an Stirn, Glatze, Unterlippe oder Handrücken.
- Aktinische Keratosen: Raue, oft schuppige Stellen auf lichtgeschädigter Haut, die als Vorstufe des Plattenepithelkarzinoms gelten. Sie lassen sich gut erkennen und behandeln.
Für wen ist das Hautkrebsscreening sinnvoll?
Ein regelmäßiges Hautkrebsscreening ist für Erwachsene grundsätzlich sinnvoll. Besonders empfehlenswert ist sie, wenn einer oder mehrere der folgenden Risikofaktoren vorliegen:
- viele Muttermale oder unregelmäßig geformte, sogenannte atypische Muttermale
- ein heller Hauttyp, helle Augen sowie rötliche oder blonde Haare
- häufige Sonnenbrände, vor allem in der Kindheit, und Besuche im Solarium
- Hautkrebs in der eigenen Vorgeschichte oder bei nahen Verwandten
- Arbeit oder Sport überwiegend im Freien
- ein geschwächtes Immunsystem, etwa durch Medikamente nach einer Organtransplantation
Unabhängig vom Vorsorgeintervall sollten Sie eine Hautstelle zeitnah ärztlich ansehen lassen, wenn sich ein Muttermal in Größe, Form oder Farbe verändert, wenn es juckt, blutet oder nässt, wenn eine kleine Wunde über Wochen nicht abheilt oder wenn ein neuer, ungewöhnlich aussehender Fleck entsteht. Eine einfache Orientierung für die Selbstbeobachtung bietet die ABCDE-Regel: A steht für Asymmetrie, B für eine unscharfe oder unregelmäßige Begrenzung, C für mehrere Farbtöne (englisch colour), D für einen Durchmesser von mehr als etwa fünf Millimetern und E für Entwicklung, also jede Veränderung über die Zeit. Die Regel ersetzt keine Untersuchung, hilft aber, auffällige Stellen bewusster wahrzunehmen.
So läuft das Hautkrebsscreening in unserer Praxis ab
Anamnese
Zu Beginn fragt Dr. Obuch nach Ihrer Vorgeschichte: frühere Hautveränderungen und Eingriffe, Hautkrebs in der Familie, Ihr Verhalten in der Sonne, eingenommene Medikamente und Stellen, die Ihnen selbst aufgefallen sind. Diese Angaben helfen, Ihr persönliches Risiko einzuschätzen und das Hautkrebsscreening gezielt zu gestalten.
Hautkrebsscreening mit dem Dermatoskop
Für das Hautkrebsscreening machen Sie die Haut bis auf die Unterwäsche frei und legen sich auf eine Behandlungsliege. Dr. Obuch untersucht anschließend die Haut am ganzen Körper mit einem speziellen Lupen-Dermatoskop. Das Dermatoskop, auch Auflichtmikroskop genannt, ist eine beleuchtete Vergrößerungsoptik, mit der sich Strukturen und Farbmuster in den oberen Hautschichten beurteilen lassen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Dadurch lassen sich unauffällige Muttermale deutlich besser von abklärungsbedürftigen Veränderungen unterscheiden. Dazu gehören auch die Kopfhaut, die Hände und die Füße sowie Stellen, die Sie selbst schlecht einsehen können, etwa der Rücken.
In unserer Praxis findet das Hautkrebsscreening ohne Intimbereich statt: Der Genital- und Analbereich wird nicht untersucht, und Sie behalten Ihre Unterwäsche während der Untersuchung an. Sind Ihnen dort Muttermale aufgefallen, sollten diese zunächst in Ihrer gynäkologischen oder urologischen Praxis festgestellt werden. Die genaue dermatologische Abklärung erfolgt anschließend bei uns.
KI-unterstütztes Total Body Mapping
Ergänzend zur Untersuchung mit dem Dermatoskop bietet die Praxis ein KI-unterstütztes Total Body Mapping an. Dabei werden Aufnahmen des gesamten Körpers erstellt. Auffällige oder suspekte Muttermale werden zusätzlich gezielt fotografiert, dokumentiert und mithilfe einer Software analysiert.
Der eigentliche Nutzen zeigt sich bei späteren Terminen. Die neuen Aufnahmen lassen sich mit den früheren vergleichen, sodass neu entstandene Muttermale oder Veränderungen an bestehenden Malen leichter auffallen, auch wenn sie mit dem Auge allein kaum zu bemerken wären. Gerade bei vielen Muttermalen ist diese Dokumentation eine wertvolle Hilfe. Die Software unterstützt die Beurteilung, die Entscheidung über das weitere Vorgehen trifft jedoch immer die Ärztin.
Befundbesprechung
Im Anschluss an das Hautkrebsscreening erläutert Dr. Obuch Ihnen den Befund in verständlichen Worten. Häufig zeigt sich, dass die Muttermale unauffällig sind und eine Kontrolle im üblichen Abstand genügt. Ist eine Stelle nicht eindeutig zu beurteilen, wird gemeinsam besprochen, ob eine kurzfristige Kontrolle oder eine Entfernung sinnvoll ist.
Wenn das Hautkrebsscreening ein auffälliges Muttermal zeigt
Werden beim Hautkrebsscreening auffällige Muttermale, in der Fachsprache Nävi genannt, festgestellt, werden diese in einer anschließenden kleinen Operation in örtlicher Betäubung entfernt. Das entnommene Gewebe wird in der Regel feingeweblich, also histologisch, untersucht. Erst die Beurteilung unter dem Mikroskop erlaubt eine verlässliche Aussage darüber, ob eine Veränderung gutartig oder bösartig ist. Über das Ergebnis werden Sie informiert. Ist eine weitere Behandlung erforderlich, wird das Vorgehen ausführlich mit Ihnen besprochen.
Bei dieser Gelegenheit können auch kosmetisch störende, weiche und gutartige Hautveränderungen mit geeigneten Methoden entfernt werden. Welche Methode infrage kommt, hängt von Art, Größe und Lage der Veränderung ab. Einen Überblick über die Möglichkeiten finden Sie auf den Seiten Dermatologie und Diodenlaser-Therapie.
So bereiten Sie sich auf das Hautkrebsscreening vor
- Duschen Sie vor dem Termin zu Hause und cremen Sie die Haut danach nicht ein. Cremes und Lotionen erschweren die Beurteilung mit dem Dermatoskop und beeinträchtigen die Fotoaufnahmen.
- Verzichten Sie möglichst auf Make-up und Selbstbräuner, damit die Haut unverfälscht beurteilt werden kann.
- Bringen Sie, falls vorhanden, Berichte früherer Hautuntersuchungen und histologische Befunde mit.
- Notieren Sie Stellen, die Ihnen aufgefallen sind, sowie Ihre aktuellen Medikamente, insbesondere blutverdünnende Mittel, falls eine Entfernung notwendig werden sollte.
Nachsorge und Kontrollintervalle nach dem Hautkrebsscreening
Wie häufig ein Hautkrebsscreening sinnvoll ist, hängt von Ihrem persönlichen Risiko ab. Bei unauffälligem Befund und geringem Risiko genügen häufig größere Abstände. Bei vielen oder atypischen Muttermalen, nach einer Hautkrebserkrankung oder bei familiärer Belastung werden kürzere Intervalle empfohlen. Dr. Obuch legt das passende Intervall nach der Untersuchung gemeinsam mit Ihnen fest.
Wurden Muttermale behandelt, wird in der Regel empfohlen, sie nach sechs bis zwölf Monaten kontrollieren zu lassen. Bei dieser Kontrolle helfen die Aufnahmen des Total Body Mappings, Veränderungen im Vergleich zu erkennen. Muss eine laufende Behandlung angepasst oder ein Rezept ausgestellt werden, ist dies im Rahmen eines eigenen Kontrolltermins möglich.
Zwischen den Terminen lohnt sich die Selbstbeobachtung. Betrachten Sie Ihre Haut in regelmäßigen Abständen bei gutem Licht, den Rücken mithilfe eines zweiten Spiegels oder einer vertrauten Person. Achten Sie im Alltag auf Sonnenschutz durch Kleidung, Kopfbedeckung und Sonnencreme und meiden Sie die intensive Mittagssonne.
Wo das Hautkrebsscreening an Grenzen stößt
Das Hautkrebsscreening ist ein bewährtes Instrument der Früherkennung, sie bietet aber keine absolute Sicherheit. Manche Hautkrebsformen sehen zu Beginn unscheinbar aus, und neue Veränderungen können zwischen zwei Terminen entstehen. Auch die Dermatoskopie und die computergestützte Analyse liefern Einschätzungen, keine endgültigen Diagnosen. Eine verlässliche Diagnose ergibt sich erst aus der feingeweblichen Untersuchung. Da der Intimbereich nicht Teil der Untersuchung ist, achten Sie bitte selbst auf Veränderungen dort und lassen Sie diese in Ihrer gynäkologischen oder urologischen Praxis ansehen. Umgekehrt stellt sich ein vorsorglich entferntes Muttermal nicht selten als gutartig heraus. Das ist kein Fehler, sondern Teil einer sorgfältigen Abklärung.
Mögliche Risiken beim Hautkrebsscreening
Beim Hautkrebsscreening belasten die Untersuchung mit dem Dermatoskop und die Fotoaufnahmen die Haut nicht. Wird ein Muttermal entfernt, gelten die üblichen Risiken eines kleinen Eingriffs an der Haut: vorübergehende Schwellung, Bluterguss, Nachblutung und selten eine Wundinfektion oder Wundheilungsstörung. Jeder Schnitt hinterlässt eine Narbe, deren Ausprägung unter anderem von Körperstelle, Hautbeschaffenheit und Spannung der Haut abhängt. Vor jedem Eingriff werden Sie ausführlich über Ablauf, Risiken und Nachsorge aufgeklärt.
Kosten: Hautkrebsscreening als Privatleistung
Derma & Ästhetik ist eine Privatpraxis, die Leistungen werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Das Hautkrebsscreening schließt die Fotoaufnahmen suspekter Muttermale und das KI-unterstützte Total Body Mapping ein. Die Kosten werden zunächst von Ihnen getragen. Mit der ausgestellten Rechnung können Sie die Erstattung bei Ihrer Krankenversicherung beantragen. Bei privat Versicherten hängt der Umfang der Erstattung vom jeweiligen Tarif ab.
Gesetzlich Versicherte können die Praxis als Selbstzahler aufsuchen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre ein Hautkrebsscreening in einer Kassenpraxis. Ob Ihre Kasse sich an den Kosten einer Untersuchung in der Privatpraxis beteiligt, klären Sie bitte vorab direkt mit ihr. Über die aktuellen Kosten informiert Sie das Praxisteam bei der Terminvereinbarung.
Hautkrebsscreening in der Hamburger Innenstadt
Die Praxis von Dr. med. Beata Obuch, Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten, Dermatochirurgie und Lasertherapie, liegt am Großen Burstah 44 zwischen Rathaus und Rödingsmarkt. Mit der U3 erreichen Sie die Haltestellen Rathaus und Rödingsmarkt, von dort sind es nur wenige Gehminuten. Auch aus der Altstadt, der Neustadt, der Speicherstadt und der HafenCity ist die Praxis gut erreichbar.
Wer für das Hautkrebsscreening in Hamburg einen Hautarzt in zentraler Lage sucht, findet hier eine ruhige Untersuchung, für die sich Dr. Obuch Zeit nimmt, eine verständliche Erklärung des Befunds und eine klare Empfehlung, wann die nächste Kontrolle sinnvoll ist. Weitere Anliegen wie Akne oder übermäßiges Schwitzen können Sie bei Bedarf ebenfalls ansprechen. Termine vereinbaren Sie online über Doctolib oder telefonisch unter 040 307 469 92. Alle Kontaktdaten finden Sie auf der Seite Kontakt.
Weiterführende Informationen: Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums: Hautkrebs, Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG)




