Das Wichtigste in Kürze
- Im Herbst und Winter ist die Haut weniger gebräunt und weniger UV-Strahlung ausgesetzt. Das erleichtert die Haarentfernung und die Nachsorge.
- Bei der Laser-Haarentfernung erhitzt der Diodenlaser den Farbstoff im Haar und schädigt so die Haarwurzel. Die Haut wird dabei gekühlt.
- Weil nur ein Teil der Haare gleichzeitig wächst, braucht die Haarentfernung mehrere Sitzungen im Abstand von Wochen. In unserer Praxis sind häufig sechs bis zehn Sitzungen üblich.
- Besonders gut sprechen dunkle Haare auf hellerer Haut an. Weiße, graue und sehr helle Haare reagieren schlecht oder gar nicht.
- Vor und nach der Haarentfernung gilt: Sonne meiden, Sonnenschutz nutzen, nicht zupfen oder wachsen.
Warum Herbst und Winter für die Haarentfernung gut geeignet sind
Die dauerhafte Haarentfernung mit dem Diodenlaser ist in unserer Praxis grundsätzlich ganzjährig möglich. Trotzdem raten wir vielen Patientinnen und Patienten, die Serie im Oktober oder November zu beginnen. Dafür sprechen mehrere ganz praktische Gründe.
- Weniger UV-Strahlung: Im Herbst und Winter sinkt die UV-Belastung in Hamburg deutlich. Das ist wichtig, weil Laserlicht und UV-Strahlung dieselbe Haut belasten. Sonnenbrand, Bräune und frische Laserstellen vertragen sich nicht.
- Keine Sonnenbräune: Gebräunte Haut enthält mehr Melanin. Der Laser zielt aber auf Melanin im Haar. Hat die Haut selbst viel Farbstoff, nimmt sie ebenfalls Energie auf, was das Risiko für Reizungen, Verbrennungen und Pigmentveränderungen erhöht. Auf heller Haut hat der Laser einen klareren Kontrast zwischen Haar und Umgebung.
- Einfachere Nachsorge: Nach der Haarentfernung sollten Sie mindestens zwei Wochen direkte Sonne meiden. Im Winter ist das leichter, weil die Haut ohnehin bedeckt ist und niemand Strand oder Freibad plant.
- Zeit für die Serie: Weil die Haarentfernung mehrere Sitzungen umfasst, lohnt sich ein früher Beginn. Wer im Herbst startet, hat bis zum Frühjahr einen großen Teil der Termine absolviert und braucht im Sommer weniger Kompromisse.
- Weniger Reizung durch Schweiß und Reibung: Bei Kälte und langen Ärmeln schwitzen Sie weniger, und die gerade behandelte Haut kommt weniger mit Salzwasser, Chlor oder Sonnencreme in Berührung.
Das heißt nicht, dass die Haarentfernung im Sommer ausgeschlossen wäre. Mit sorgfältiger Planung und konsequentem Sonnenschutz lässt sich vieles auch dann einrichten. Es bleibt aber ein Unterschied, ob Sie die Sonne im Winter nur selten sehen oder ihr im Juli ständig ausgesetzt sind. Wer die Wahl hat, wählt daher meistens die Zeit mit weniger Licht.
So wirkt die Laser-Haarentfernung mit dem Diodenlaser auf das Haar
Das Prinzip heißt selektive Photothermolyse. Dahinter steckt eine einfache Idee: Licht einer bestimmten Wellenlänge wird bevorzugt von Melanin aufgenommen, dem dunklen Farbstoff in Haaren. Das Haar leitet die Energie als Wärme in Richtung Haarwurzel. Dort liegen die Strukturen, die das Haar bilden und nachwachsen lassen. Werden sie ausreichend erhitzt, werden sie geschädigt und können das Haar nicht mehr oder nur noch schwächer bilden. Die umgebende Haut soll dabei möglichst geschont werden. Dazu dient die Kühlung, die in modernen Geräten in den Behandlungskopf integriert ist.
Für die Haarentfernung kommt in unserer Praxis der Eneka:pro Diodenlaser zum Einsatz. Das Gerät arbeitet mit zwei Wellenlängen, damit sich sowohl dünnere als auch kräftigere Haare ansprechen lassen. Für hellere, aber noch pigmentierte Haare kann ein zusätzlicher Alexandrit-Aufsatz eine Rolle spielen. Ob das bei Ihnen aussichtsreich ist, beurteilen wir am einzelnen Haar, nicht am Katalog. Zur Abgrenzung: Der dios:blue Diodenlaser in unserer Praxis dient anderen Zielen, nämlich vor allem der Behandlung von Gefäßveränderungen und Pigmentflecken.
Wichtig ist die Wortwahl. Fachlich korrekt spricht man bei der Haarentfernung von dauerhafter Haarreduktion. Gemeint ist, dass ein Großteil der behandelten Haarwurzeln geschädigt wird und in der Folge weniger und feinere Haare nachwachsen. Ein vollständiges und lebenslanges Haarfreisein lässt sich nicht zusagen.
Warum die Haarentfernung mehrere Sitzungen braucht
Haare wachsen nicht gleichzeitig. Jedes Haar durchläuft einen Zyklus aus Wachstumsphase, Übergangsphase und Ruhephase. Der Laser wirkt am zuverlässigsten, wenn das Haar in der Wachstumsphase steckt, denn dann ist die Haarwurzel gut mit dem Haar verbunden und das Pigment liegt am richtigen Ort. Je nach Körperregion befindet sich zu einem bestimmten Zeitpunkt nur ein Teil der Haare in dieser Phase. Die übrigen werden in späteren Sitzungen erreicht, wenn sie in die Wachstumsphase eintreten.
Deshalb umfasst die Haarentfernung eine Serie von Terminen. Als Richtwert nennt unsere Praxis häufig sechs bis zehn Sitzungen im Abstand von etwa vier bis sechs Wochen. Konkret hängt die Zahl von mehreren Faktoren ab:
- Körperregion: Gesicht, Achseln, Bikinizone, Beine und Rücken haben unterschiedliche Haarzyklen und Haardichten.
- Haardicke und Haarfarbe: Kräftiges dunkles Haar spricht in der Regel besser an als feines helles Haar.
- Hormone: Hormonelle Schwankungen, Erkrankungen wie ein polyzystisches Ovarsyndrom oder bestimmte Medikamente können neues Haarwachstum anregen.
- Hautbeschaffenheit: Sie bestimmt, wie viel Energie wir sicher einsetzen können.
Nach den ersten Sitzungen bemerken viele, dass die Haare dünner und langsamer nachwachsen. Wie ausgeprägt das ist, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Haare, die in den Wochen nach einer Sitzung ausfallen, sind keine neuen Haare, sondern behandelte, die abgestoßen werden. Zupfen Sie sie bitte nicht aus.
Ein möglicher Zeitplan für die Haarentfernung in der kühlen Jahreszeit
Ein Beispiel soll zeigen, wie sich eine Serie über die Monate verteilen kann. Es ist keine Zusage, sondern eine Rechenhilfe. Beginnen Sie im Oktober und liegen zwischen den Terminen etwa vier bis sechs Wochen, fallen die nächsten Termine in den November, Dezember, Januar, Februar und März. Mit sechs Sitzungen wären Sie dann rund um das Frühjahr einmal durch die Serie. Brauchen Ihre Haare mehr Sitzungen oder längere Intervalle, reicht die Serie weiter in das Frühjahr und den Sommer hinein. Genau deshalb ist der Start im Herbst sinnvoll: Er schafft Spielraum.
Planen Sie Urlaube in sonnigen Regionen von Anfang an mit ein. Liegt ein Termin kurz vor einer Reise, kann es besser sein, ihn zu verschieben. Wir besprechen das gern mit Ihnen, bevor der Terminplan feststeht. Und wenn die Serie in die helle Jahreszeit hineinläuft, setzen wir die Behandlung mit Rücksicht auf Ihre Haut und mit konsequentem Sonnenschutz fort oder legen eine Pause ein.
Welche Körperregionen werden häufig behandelt?
Viele Körperregionen kommen für die Laser-Haarentfernung infrage. Häufig nachgefragt sind bei Frauen Achseln, Bikinizone, Beine und Oberlippe, bei Männern Rücken, Schultern, Nacken und Brust. Auch im Gesicht und an empfindlichen Stellen ist die Behandlung möglich, dann arbeiten wir mit angepassten Einstellungen und besonderer Sorgfalt. Jede Region hat ihren eigenen Rhythmus und eigene Anforderungen. Im Gesicht und am Hals wachsen die Haare oft schneller und sind stärker hormonell beeinflusst, an Beinen und Rücken ist die Fläche größer, sodass die Zeit pro Termin länger ausfällt. Wir legen daher zusammen mit Ihnen fest, welche Zonen Sie zuerst behandeln lassen.
Wer ist für die Haarentfernung geeignet?
Ob Laser-Haarentfernung infrage kommt, entscheiden vor allem Haarfarbe und Hauttyp, ergänzt durch Gesundheit und Gewohnheiten.
- Haarfarbe: Dunkle Haare enthalten viel Melanin und sind ein gut geeignetes Ziel. Weiße, graue und sehr helle Haare enthalten wenig oder keinen Farbstoff und reagieren kaum. Bei rötlichem oder hellblondem Haar besprechen wir die Aussichten individuell.
- Hauttyp: Helle bis mittlere Hauttöne bieten die größte Sicherheitsspanne. Dunklere Hauttypen können behandelt werden, verlangen aber ein passendes Gerät, vorsichtige Einstellungen und manchmal mehr Sitzungen, weil die Haut selbst viel Pigment trägt.
- Hautzustand: Gebräunte, sonnenverbrannte oder gereizte Haut wird nicht behandelt. Das gilt auch für akute Entzündungen, Infekte oder offene Wunden im Areal.
- Medikamente und Präparate: Manche machen die Haut lichtempfindlicher. Das gilt auch für bestimmte pflanzliche Mittel. Bitte nennen Sie uns alles, was Sie einnehmen oder auftragen.
- Tätowierungen und Permanent-Make-up: Diese Hautpartien lassen wir aus, denn der Farbstoff würde Energie aufnehmen.
- Schwangerschaft und Stillzeit: Hier verschieben wir die Behandlung vorsichtshalber.
- Frühere Herpesinfektionen im Gesicht: Sprechen Sie uns darauf an, damit wir das Vorgehen anpassen können.
Wenn ein auffällig starkes oder plötzlich verändertes Haarwachstum der Anlass ist, etwa zusammen mit Zyklusstörungen, Akne oder Haarausfall am Kopf, empfehlen wir eine ärztliche Abklärung der Ursache. Dafür sind wir als dermatologische Praxis eine passende Anlaufstelle, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit Fachkolleginnen und Fachkollegen.
So bereiten Sie sich auf die Haarentfernung vor
Eine gute Vorbereitung entscheidet mit darüber, wie gut die Behandlung vertragen wird.
- Meiden Sie mindestens zwei Wochen vor dem Termin direkte Sonne, Solarium und Selbstbräuner. Tragen Sie bei Aufenthalten im Freien Sonnenschutz.
- Zupfen, Wachsen, Epilieren und Zuckern Sie mehrere Wochen vorher nicht mehr. Der Laser braucht die Haarwurzel.
- Rasieren Sie die Zone am Vortag oder am Termintag sorgfältig. Rasierte Haare ermöglichen es, die Energie gezielt zur Wurzel zu leiten, ohne dass Haare oberhalb der Haut verbrennen.
- Kommen Sie mit sauberer Haut, ohne Deodorant, Creme oder Make-up im Behandlungsgebiet.
- Informieren Sie uns über Medikamente, Erkrankungen, Allergien und frühere Behandlungen.
Im Winter kommt ein weiterer Punkt hinzu: Heizungsluft und Kälte machen die Haut trockener und empfindlicher. Pflegen Sie die Zonen in den Tagen davor mit einer milden, reizarmen Creme und rasieren Sie mit einem sauberen, scharfen Rasierer, damit die Haut nicht zusätzlich gereizt wird. Am Behandlungstag selbst sollte keine Pflege auf der Haut sein. Haben Sie Ekzeme, einen Infekt oder frische Kratzspuren in der Zone, melden Sie sich bitte vorher, denn dann verschieben wir den Termin.
So läuft die Haarentfernung ab
Beim ersten Termin steht ein Gespräch am Anfang. Wir fragen nach Vorerkrankungen, Medikamenten und Ihren Zielen und untersuchen Haut und Haare. Dann legen wir fest, welche Zonen behandelt werden und mit welchen Einstellungen wir beginnen. Häufig testen wir zuerst eine kleine Stelle, um die Reaktion Ihrer Haut zu beurteilen.
Zur eigentlichen Haarentfernung gehört Augenschutz für Sie und für das Team. Die Haut wird gereinigt, der Behandlungskopf wird aufgesetzt und gibt kurze Lichtimpulse ab, während er gekühlt wird. Die Zeit für eine Zone liegt je nach Größe bei etwa zehn bis dreißig Minuten. Das Empfinden ist individuell. Viele beschreiben Wärme und ein kurzes Zwicken, wie ein Gummiband, das auf die Haut schnippt. In sensiblen Bereichen kann es intensiver sein. Eine Betäubung ist nach unserer Praxiserfahrung meist nicht nötig. Wenn Sie empfindlich sind, sprechen Sie uns an.
Direkt danach ist die Haut häufig gerötet, es können sich kleine Erhebungen rund um die Haarwurzeln zeigen. Beides klingt in der Regel nach einigen Stunden bis wenigen Tagen ab. Sie können danach Ihren Alltag fortsetzen.
Nachsorge: Worauf es nach der Haarentfernung ankommt
- Kühlen und beruhigen: Kühle Kompressen oder eine milde, parfümfreie Pflege lindern Wärmegefühl und Rötung.
- Sonne meiden: Mindestens zwei Wochen keine direkte Sonne auf die behandelten Areale, danach weiter mit Lichtschutzfaktor 50 schützen. Wer in den Süden reist, sollte das mit dem Behandlungsplan abstimmen.
- Hitze meiden: In den ersten Tagen keine Sauna, kein heißes Bad und kein intensives Schwitzen beim Sport. Auch Schwimmbad und Chlor sollten Sie pausieren.
- Nicht reizen: Keine Peelings, rauen Handschuhe oder Reibung. Nicht an Erhebungen oder Krusten kratzen.
- Haare: Rasieren ist nach einigen Tagen wieder möglich. Zupfen, Wachsen und Epilieren bleiben tabu, solange die Serie läuft.
- Warnzeichen: Starke Schmerzen, Blasen, nässende Stellen oder Anzeichen einer Infektion sollten Sie uns bitte zeitnah zeigen.
Realistisch bleiben: Chancen, Grenzen, mögliche Nebenwirkungen
Die Laser-Haarentfernung kann das Haarwachstum deutlich vermindern, viele Menschen empfinden danach weniger eingewachsene Haare und weniger Hautreizung durch Rasur. Ein Versprechen für ein bestimmtes Ergebnis geben wir nicht, denn es hängt von Haartyp, Region, Hormonen und Hauttyp ab. Kleine Nachbehandlungen im Laufe der Jahre können nötig sein, wenn einzelne Follikel wieder aktiv werden.
Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Rötung, Schwellung, Wärmegefühl, selten Bläschen, Krusten oder Pigmentveränderungen. Sehr selten kann es zu einer gegenteiligen Reaktion kommen, bei der in der Umgebung der behandelten Fläche zusätzliche feine Haare wachsen. Wir stimmen die Einstellungen auf Ihre Haut ab und besprechen die Risiken vor dem Start. Hinweise zu Preisen und Zonen finden Sie auf der Behandlungsseite, aktuelle Kosten nennen wir Ihnen im Beratungsgespräch.
Beratung zur Haarentfernung: Sie entscheiden in Ruhe
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Haar- und Hauttyp für die Haarentfernung mit dem Laser infrage kommt, ist ein Beratungstermin der einfachste Weg. Wir betrachten Ihre Haut, erklären die Optionen und sagen auch offen, wenn die Aussichten gering sind. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen. Unsere Praxis liegt am Großen Burstah 44 in der Hamburger Innenstadt, erreichbar mit der U3 bis Rathaus oder Rödingsmarkt. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zur Hautarztpraxis in Hamburg. Termine buchen Sie online über Doctolib oder telefonisch unter 040 307 469 92. Als Privatpraxis rechnen wir nach der GOÄ ab, gesetzlich Versicherte sind als Selbstzahler willkommen. Alle Wege zu uns zeigt die Kontaktseite.
Weiterführende Informationen: Deutsche Dermatologische Lasergesellschaft (DDL)